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Ostereier aus artgerechter Haltung?!

Ostereier

 

Pressemeldung 

14.03.2018 

Ostern: Deutscher Tierschutzbund rät zu Eiern aus artgerechter Haltung oder veganen Alternativen

 

  • Keine Kennzeichnung für Käfigeier in verarbeiteten Produkten
  • Bunte Ostereier mittlerweile meist aus Bodenhaltung 

Wer an Ostern den Tierschutz mit im Blick hat, sollte beim Kauf der Ostereier auf Eier aus artgerechter Haltung zurückgreifen. Dazu rät  der Deutsche Tierschutzbund. Vorsicht ist bei bereits gefärbten oder verarbeiteten Eiern geboten, denn dort besteht keine Kennzeichnungspflicht. Für den Verbraucher ist also nicht ersichtlich, aus welcher Tierhaltung die Eier stammen. Kennzeichnen Hersteller oder Supermärkte Produkte oder gefärbte Eier nicht freiwillig, besteht Gefahr, dass sie von Hühnern stammen, die in Käfigen leben. 

„Vielen Verbrauchern ist nicht bekannt, dass es in Deutschland noch immer Eier aus Käfighaltung gibt – wenn auch nur in verarbeiteten Produkten, etwa in Eierlikör, Nudeln, Gebäck oder Fertigprodukten“, sagt Dr. Esther Müller, Fachreferentin für Tiere in der Landwirtschaft beim Deutschen Tierschutzbund. Auch bei gekochten, bunt gefärbten Ostereiern ist die Angabe der Haltungsform, anders als bei frischen Schaleneiern, nicht verpflichtend. Dennoch haben viele Handelsunternehmen mittlerweile auf den Druck der Tierschützer und auf den Wunsch vieler Verbraucher reagiert: Wenn man sich in Supermärkten umsieht, machen viele freiwillig eine Angabe zur Haltungsform. Der Großteil der bunten Eier stammt heute aus Bodenhaltung. Dennoch: Steht nichts Gegenteiliges auf den Verpackungen, so handelt es sich meist um Käfigeier. Der Deutsche Tierschutzbund fordert daher eine verpflichtende Kennzeichnung mit den Ziffern 0 bis 3, analog zu den frischen Eiern. „Bis dahin appellieren wir, auf nicht gekennzeichnete Produkte zu verzichten und Eier aus artgerechterer Haltung, etwa Bio-Eier oder Eier mit dem Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ zu kaufen und selbst zu färben“, sagt Müller. „Wer den direktesten Weg zu mehr Tierschutz wählt, entscheidet sich bei den Osterleckereien aber am besten für vegane Alternativen.“ 

Hennen leiden in Kleingruppen-Käfigen

Dreieinhalb Millionen Legehennen in Deutschland leben nach wie vor in sogenannten Kleingruppen-Käfigen. Neun Prozent der in Deutschland produzierten Eier stammen aus dieser Haltungsform, hinzu kommen importierte Käfigeier aus dem Ausland. Die Tiere haben dort nur etwas mehr Platz als eine DIN-A4-Seite. In der drangvollen Enge können sich die Hennen kaum bewegen. Zwar sind die Kleingruppen-Käfige mit Sitzstangen, einer Art Nest und einem kleinen Platz zum Sandbaden und Scharren ausgestattet. Diese Einrichtungen können die Tiere aufgrund des Platzmangels aber gar nicht nutzen. Damit treten die gleichen Probleme wie in den mittlerweile verbotenen Käfigbatterien auf – die Hennen leiden an Stress, Verhaltensstörungen sowie Verletzungen. Erst ab 2025, mit Ausnahmen erst ab 2028, ist die Haltung in Kleingruppen-Käfigen gesetzlich verboten.

 

Tierhilfewagen für Tierheim Lampertheim

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Bei der Übergabe von 51 Tierhilfewagen an Mitgliedsvereine (v. links nach rechts): Annette Maring, Vorsitzende des Tierschutzvereines Lampertheim e.V.Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Renate Seidel, Vizepräsidentin,  

Der Deutsche Tierschutzbund hat heute im nordrhein-westfälischen Weilerswist 51 Tierhilfewagen an Mitgliedsvereine aus ganz Deutschland übergeben. Damit hat der Dachverband angeschlossenen Tierschutzvereinen und Tierheimen bis heute insgesamt 137 der Wagen zur Verfügung gestellt. Zum Einsatz kommen sollen die neuen Fahrzeuge der Marke Opel Combo für Tierrettungen, tägliche Fahrten zum Tierarzt, den obligatorischen Transport von Futter und allem anderen, was die Tierheime tagtäglich benötigen. Die Autos sind mit auffälligen Motiven bedruckt: auf der einen Seite mit einem Motiv von FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, auf der anderen Seite mit einem Katzenmotiv mit Spendenaufruf.

„Mein Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, mit deren Unterstützung wir nun die Arbeit der Tierheime erleichtern können“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Obwohl Fahrzeuge zur notwendigen Grundausstattung gehören, können viele Tierheime die Anschaffungskosten kaum noch tragen, weil ihre Rücklagen aufgebraucht sind und die Kommunen zu wenig unterstützen.“

Einsatz für den praktischen Tierschutz
Die Tierhilfewagen sind mithilfe der Fachexpertise des Deutschen Tierschutzbundes speziell für den Transport von Tieren ausgestattet. So sorgen Klimaanlage und Entlüftung für angenehme Temperaturen und Luft bei jeder Wetterlage – auch im geräumigen Ladebereich, wo die Tiere untergebracht sind. Die Installation eines Trenngitters gewährleistet die verkehrsrechtlichen Auflagen für einen gesicherten Transport, gleichzeitig erlaubt es dem Fahrer, den Laderaum jederzeit einzusehen. Die blickdichten Seiten des Ladebereichs minimieren die optischen Reize für die Tiere während der Fahrt und senken somit den Stresspegel. Als weitere Unterstützung absolvierten die Vereine bei der Übergabe auf dem ADAC-Trainingsgelände in Weilerswist ein Fahrsicherheitstraining und eine Theorieschulung zur Sicherung der Tiere.

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